Editorial der Ausbildungsleitung

Willkommen auf unserer Plattform für Beziehungs- und Sexualtherapie!

Wir, das sind die Leiter der Weiterbildung für Sexualtherapie Manuela und Wolfgang Hofer sowie die AbsolventInnen dieser Weiterbildung, wollen mit dieser Plattform Ihr Interesse wecken. Wofür?

Bild: Manuela Hofer-Hartnig, Wolfgang Hofer, SexualtherapeutInViele Untersuchungen führen den Nachweis und unsere Erfahrung zeigt es auch, dass Beziehungen nach einiger Zeit unter einem Nachlassen der sexuellen Aktivitäten leiden. Auch kommt es dazu, dass der Umgang miteinander komplizierter wird und Paare ganz allgemein miteinander mehr Schwierigkeiten haben als am Anfang. Dass dies kein unumkehrbarer Prozess sein muss, das wollen wir vermitteln.

Sexuelle Probleme sind weitverbreitet und bestehen oft bereits bevor eine Beziehung eingegangen wird. Medizinische Ursachen kommen in Frage, sind aber sehr häufig nicht dafür verantwortlich, dass eine sexuelle Funktion nicht problemfrei ablaufen kann. Beispiele sind frühzeitiger Samenerguss, Erektionsstörungen beim Mann, Orgasmusschwierigkeiten, Schmerzen beim Verkehr bei Frauen, sowie sexuelle Unlust bei beiden Geschlechtern.  

Vielen dieser Schwierigkeiten in einer Beziehung liegen Hemmungen durch Kränkungen zugrunde. Diese können ihre Wurzeln bis in die früheste Kindheit zurück haben. Aber auch später gibt es Gründe dafür: Beziehungserfahrungen, die nicht gut verlaufen sind und verletzt haben. In einer laufenden Beziehung die Erfahrung immer wieder kleine Verletzungen zu erleiden, wenn der Partner/die Partnerin unachtsam mit einem umgeht, Grenzen nicht akzeptiert werden oder der Alltagstrott füreinander unempfindsam gemacht hat. Unsere Erfahrung zeigt, dass Kränkungen sehr rasch zu Rückzugsverhalten und/oder Aggression führen.

Unsere Gesellschaft verändert sich sehr rasch und fordert ständig neue Anpassungen: moderne Kommunikationstechnologien haben Einzug in unser Leben genommen und lösen verschiedenste Beziehungsprobleme aus: das Kuscheln vor dem Fernseher löst den Sex vor dem Schlafengehen oder am Wochenende ab. Der Internetporno ist ohne Anstrengung um das Einverständnis des Partners/der Partnerin jederzeit abrufbar und verändert auf Dauer das Beziehungsgefüge oder war schon von Anfang der Beziehung an prägend mit dabei.  

Das Berufsleben wird von vielen Menschen als immer anspruchsvoller und schnellere Reaktionen fordernd erlebt, das verursacht oftmals Stress. Stress, den wir meinen, haben Sie nicht, wenn Ihnen ein Reh auf der Fahrbahn vor das Auto läuft. Der, den wir meinen, den haben Sie, wenn Sie über längere Zeit einer Belastung ausgesetzt sind, die Sie nur wenig bis kaum beeinflussen können. Dieser Stress beeinflusst Ihre Lust negativ, er erhöht Ihre Unlust und  Unzufriedenheit mit Ihrem Partner/Ihrer Partnerin, mit Ihnen selbst und macht uns zu leidenden  Menschen.

Wir freuen uns, wenn wir Sie neugierig machen können!

Das Team der Liebesexundtherapie-Plattform

AutorIn: 

Manuela Hofer-Hartnig und Wolfgang Hofer

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