Lektionen der Liebe

Vergangene Woche verspürte ich die unbändige Lust die Welt wieder einmal „von Oben zu betrachten“, sprich einen Berg zu besteigen. Natürlich gibt es immer tausend Gründe dagegen, die heimische Scholle am Wochenende zu verlassen. Ein nettes Hotel mit wenig Anfahrtszeit und der gute Wetterbericht machten den Ausflug schließlich möglich.

 

Lektion 1: „Vorfreude ist die beste Freude und versüßt den Arbeitsalltag“.

Mit einem Koffer für uns beide traten mein Mann und ich im Frühtau die Reise an. Nach einem köstlichen Frühstück in einer wunderbaren Konditorei begann der steile Aufstieg.

Lektion 2:

Es ist himmlisch die ersten Gäste in einem Dorfkaffee zu sein, in dem „die Uhr vor 30 Jahren stehen geblieben ist“. Und es ist schön, gemeinsam an körperliche Grenzen zu gehen.

Angekommen auf der Alm und wunderbarem Panorama beobachtete ich mit meinem „Arbeitsblick“ mehrere Paare, die ununterbrochen mit Ihren Handys spielten und sich gegenseitig ignorierten.

Lektion 3:

Ich kann das Handy für Selfies nützen die mich „in Liebe“ mit meinem Mann zeigen und diese später immer wieder aufrufen.

Beim Abstieg in das Tal zeigt sich, dass ich ein viel langsameres Tempo als mein Mann gehe.

Lektion 4:

Es ist beruhigend, dass er sich meinem Tempo anpasst, dabei entspannt bleibt und nicht „murrt“.

Angekommen in unserem Hotel besuchen wir die Sauna, wo wir uns entspannen wollen. Gerade als wir es uns gemütlich machen, hören wir, wie eine Gruppe im Ruheraum ihre Hüttengaudi nachholt.

Nach kurzem Zögern bitten wir Sie ganz freundlich um Ruhe (was die Gruppe versteht und sofort in ruhigem Ton ihren Spaß fortsetzt), um in der Entspannung bleiben zu können.

Lektion 5:

Artikuliere deine Bedürfnisse -natürlich freundlich - auch im öffentlichen Raum!

Nach einer erholsamen Nacht nehmen zwei Bergfexe am Nebentisch ihr Frühstück ein. Mein „Arbeitsohr“ lässt sich leider nicht ausschalten als der Eine zum anderen sagt: „Ich verstehe nicht, warum unsere beiden Frauen dauernd so sudern, penzen, nörgeln und dadurch ohne Ende Stress produzieren. Die können sich zusammentun.“

Lektion 6:

Liebe Männer! Fragt eure Frauen, warum sie das tun, aber nur dann, wenn ihr ihnen wirklich zuhören wollt!

Erklärt euren Standpunkt, sprecht über EURE Gefühle und sagt auch was euch kränkt!

Dann gibt es vielleicht eine GEMEINSAME Lösung.

Berg Heil!

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