Mein Sex ist nicht dein Sex

Meine sexuellen Vorlieben bzw. Wünsche werden nicht erwidert, habe auch schon mehrmals mit meinem Partner darüber gesprochen. Er zeigt sich hierbei resistent. Ist eine Trennung unumgänglich?"

Hier die Antwort unseres Fachteams ... in der sexuellen Unterschiedlichkeit drückt sich auch der Unterschied der beiden Partner aus. Als Berater würde ich Sie fragen, wie/ob Sie mit einander Persönliches reden/teilen, wie/ob Sie sich im Beziehungsalltag persönliche bezogene Wünsche äußern und wie die Erfüllung da gelingt. Wie verkraftet Ihre Beziehung die Unterschiedlichkeit? Davon hängt es letztlich ab, ob es zu einer Trennung kommen muß. Denn die drückt ja aus, dass das Trennende mächtiger als das Verbindende geworden ist. Können Sie Ihre Wünsche benennen oder erwarten Sie, dass der Partner sie erfühlt? Weicht der Partner einem Gespräch aus, wenn die Rede auf die Sexualität kommt? Wie arbeiten beide an dieser Frage? Bedenken Sie auch, dass es "Bremsen" gibt, die in der persönlichen Biografie gewachsen sind und durchaus ihren Sinn haben/ oder hatten. Damit sind gemeint: Ekel, Schamgefühle, Angst, Schmerzen, übersensible oder unempfindliche Körperbereiche, Verletzungen, Tabus, wichtige Wertvorstellungen. Mit diesen Grenzen soll achtsam umgegangen werden, denn erfahrungsgemäß gibt es sie auf beiden Seiten. Gespräche darüber vertiefen Ihr Wissen / ihr Vertrauen für einander. Ob das Glück einer Beziehung von einer unmöglichen Sexualpraktik abhängig gemacht werden soll müssen Sie letztlich selbst entscheiden. Ob von einer Beziehung zu erwarten ist, dass immer alle Wünsche erfüllbar sein müssen? Um auf die Eingangsfrage zu kommen: Es gibt deinen Sex, meinen Sex und unseren Sex. Martin Geiger, https://w4psy.at

Button-Teilen Teilen