Schatzi Mausi Butzi

Über Herzenswärme & Kosenamen

In den 80er-Jahren propagierte die Systemische Familientherapie, dass es wichtig für den Selbstwert sei, die/den Partner/in nicht mit abgekürzten, verniedlichenden Kosenamen anzusprechen. Dies würde einer Abwertung gleichkommen. Also kamen sämtliche Teilnehmer/innen von diversen Seminaren mit „neuen Namen“ zurück. Aus Karli wurde wieder Karl und aus Resi wieder Maria -Theresia (Margit Schreiner beschreibt diesen Vorgang sehr unterhaltsam in ihrem Buch "Haus Frauen Sex"). So weit so gut! Ob die wundersamen Verwandlungen „Früchte trugen“ konnte ich nicht überprüfen.

Bild: Kosenamen, Bildquelle: http://www.jolie.de/sex/peinliche-kosenamen-2Wenn mir meine Herkunftsfamilie ihre Liebe zeigte, veränderte sie meinen Namen: Aus Manuela wurde „Layla“, wenn ganz, ganz viel Liebe im Spiel war „Laylale“. Dies waren dann „heilige Momente“. Für Minuten war ich dann ihre Prinzessin, ihre Königin. Es fühlte sich so richtig und so gut an, dass ich die dazugehörigen Gefühle und Bilder noch heute abrufen kann.

Warum sollen wir auf diese Form von Zuneigung verzichten? Im Wort Kosenamen steckt das Wort „kosen“, heißt: „lieb haben“.

Fazit

Überlegen Sie sich, wie Sie in Ihrer Kindheit verbal „gekost wurden“ und wie Sie als Erwachsene/r gerne „gekost werden“ und würden. Es darf Ihnen dann „warm ums Herz werden“.

Bild: Kosenamen 2, Bildquelle: http://www.jolie.de/sex/peinliche-kosenamen-10Wie mir, wenn meine Nichte mich „Mela“ nennt, meine Tochter „Mutti“ sagt, mein Mann mich „Schatzi-Butzi“ruft, Eric Clapton für mich live „Layla“ singt und mein Sohn und mein Mann beim Konzert (aber auch Zuhause) kräftig mitsingen!

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