Sex to Go - heute schon getindert?

Partnerportale und Dating-Apps wie Tinder machen das Kennenlernen über das Internet einfach, schnell und anonym. Quasi im Vorbeigehen werden „Matches“ produziert, die zu einem weiteren Kennenlernen und einem Treffen in der realen Welt führen können.

Wie Dating-Portale unser Beziehungsverhalten ändern

Der Markt an potentiellen Möglichkeiten für Partnersuchende ist nicht enden wollend und eine unverbindliche Kontaktaufnahme immer in Klick-Weite.

Online Kontakte für schnellen Sex

Beim Wunsch nach schnellem Sex ist die Wahrscheinlichkeit tatsächlich höher, auf entsprechenden Portalen einen Treffer zu landen. Insbesondere schüchterne Menschen profitieren durch die Online-Flirtanbahnung. Jeder Match tut auch noch dem eigenen Ego gut, was zu einem suchtähnlichem Verhalten führen kann.

Auf der Suche nach dem perfekten Match

Bei der Suche nach „dem/der Richtigen“ kann ein oberflächliches Einkaufsverhalten anhand der Suchkriterien sowie den Profildaten jedoch eher schaden. Denn emotionale Nähe kann auch – und vielleicht gerade dort – entstehen, wo man sie am wenigsten vermutet.

Da suchen bspw. viele Frauen nach dem Hochschulabsolventen und verlieben sich tatsächlich in den humorvollen, zuverlässigen Handwerker mit Hauptschulabschluss, dem sie in der Bürokantine regelmäßig begegnen.

Beziehungsarbeit statt Tinder

Aber wie sehr gelingt es dem Bindungswilligen, sich auf eine Beziehung einzulassen, wenn der nächste Flirt nur einen Wisch am Smartphone entfernt liegt? Denn selbst bei einer großen Verliebtheit wird das Pärchen irgendwann Eigenheiten am Partner feststellen, die weniger attraktiv sind.

Und dann ist das Online-Dating mit den hunderttausend potenziellen Traumpartnern eine willkommene Versuchung, um sich dem nächsten Match zuzuwenden, anstatt an der Beziehung zu arbeiten und die Bindung wieder herzustellen!

 

Autorin: Angelika Erz, Beziehungs- und Sexualberatung in Wien, https://liebesberatung.at, Mob: 0664 126 42 85

 

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