Sommergefühle auf der Burg Clam

Vom Jungsein, vom Plektron und der Musik auf der Burg Clam

(M)eine Sommergeschichte

Schon in den Wintermonaten, wenn es den Anschein hat das landschaftliche Grau würde nie wieder die Welt verlassen, mache ich mich auf die Suche nach Musikfestivals, die in den Sommermonaten auf Burgen und unter freiem Himmel stattfinden. Es stellt sich dann schon bald eine kindliche Vorfreude wie auf Weihnachten ein. Irgendwann ist es dann so weit, das Konzert naht. So wie in diesem Jahr: Jethro Tull, The Sweet, Deep Purple und andere Seniorenbands waren auf der Burg Clam angesagt. Das Ambiente könnte schöner nicht sein! Mit Blumen im Haar und Wallegewand trete ich an:

Mama, du bist nicht mehr zwanzig, höre ich meine Tochter sagen!

Solche und andere Bemerkungen prallen an mir ab, weil es geht da um ein Gefühl, welches so belebend aber schwer zu beschreiben ist: Eine Art Vorspiel von dem ich nicht genug bekommen kann, eine Freiheit, die das Herz berührt, ein wunderbarer Rhythmus. Was das alles mit Sex zu tun hat überlasse ich Ihrer Phantasie! Dann geschieht noch ein „kleines Wunder“: Roger Glover, der Bassist von Deep Purple wirft sein Plektron in die tobende Menge und es landet ausgerechnet in meinem Ausschnitt!

Jetzt fühle ich mich wirklich wie zwanzig!

Am darauffolgenden Arbeitstag erzählt mir eine Klientin, sie sei da am Wochenende bei einem wunderbaren Konzert gewesen, sie könne das schwer beschreiben aber diese Stimmung dort hätten ihr wunderbare Gefühle beschert. Ob ich das nachvollziehen könne? Mit einem seligen Lächeln sage ich: „Jaaaaa, und auf meinem Busen ist das Plektron gelandet!“

 

Der Beweis

Bild eines Konzerttickets Sommer Burg Clam 2016

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